Chile um 1900

Wachstum und soziale Verantwortung

1850

Die unabhängig gewordenen Staaten Südamerikas und die Besiedlung Australiens bieten sich zum Aufbau neuer Schifffahrtsverbindungen an. Außerdem setzt nun die goldene Zeit des Chinahandels ein. Der junge Kaufmann Carl Laeisz, den sein Vater Ferdinand im Jahre 1852 in seine Firma als Teilhaber aufnimmt, drängt seinen Vater zum Kauf von zwei kleinen Schiffen.

1857

Die Erträge dieser beiden Schiffe sind so gut, dass sich die beiden zu einem weiteren Neubau entschließen, was den endgültigen Weg in die Schifffahrt bedeutet. Das Schiff erhält den Namen von Carls Frau, die wegen ihrer krausen Haare „Pudel“ genannt wird. Eine Pudelstatue ist auf dem Laeiszhof in der Trostbrücke zwischen den beiden Türmen in Erinnerung an Carls Frau zu sehen. Es wird bald zur Tradition der Reederei F. Laeisz, daß alle Schiffe mit dem Anfangsbuchstaben „P“ getauft werden. Eine Tradition, die bis heute fortgesetzt wird.

1861

F. Laeisz gründet im Jahre 1861 den Hamburgischen Rettungsverein, der 1865 in die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeht. Die enge Verbundenheit des Hauses Laeisz mit den Seenotrettern hat bis zum heutigen Tage Bestand.

1862

Zum ersten Male läuft ein Laeisz - Segler den chilenischen Hafen von Valparaiso an und legt damit den Grundstein für den regelmäßigen Westküstenverkehr in der Salpeter- und Guanofahrt. In diesem Fahrtgebiet wird die Reederei wenig später weltberühmt, sie gilt bis heute als Inbegriff für Kap-Hoorn-Reisen von Großseglern von und nach Chile.

Carl Laeisz
Porträt Carl Laeisz, Sohn des Gründers Ferdinand Laeisz
"Laeisz Pudel"
Laeisz Pudel
Laeisz-Medaille am Bande für tapfere Rettung aus Seenot
Laeisz Medaille
Chile, um 1900
Großsegler im chilenischen Hafen von Valparaiso um 1900

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