Geschichte Zwischen Krieg und Frieden
"Von 1901 bis 1926"
 
  



       Laeiszhalle/Hamburg

1901
Kurz vor seinem Tode im Jahre 1901 bestimmt der 72-jährige Carl Laeisz drei seiner Mitarbeiter zu Prokuristen, die die Geschäfte weiter führen.

In seinem Testament findet sich eine Klausel, die dem Hamburger Staat eine namhafte Summe zur Erbauung einer Musikhalle vermachte. Seine Witwe Sophie Laeisz erhöht den Betrag, und es entsteht die Laeiszhalle.
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1907
Die Schifffahrtsflaute von 1907/08, die immens düstere Zukunft der Segelschifffahrt und die Salpeterfahrt als wichtigstes Standbein bewegen die drei Prokuristen, nach Afrika und zwar nach Kamerun zu schauen. Dort werden Bananenplantagen aufgebaut, deren Früchte mit Kühlschiffen nach Hamburg transportiert werden sollen. Die Afrikanische Frucht Companie (AFC) wird mehrheitlich erworben.
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1910
Der Kanal zwischen England und Frankreich wird vielen Segelschiffen zum Verhängnis, auch für einige "Flying P-Liner". Im Jahre 1910 geht durch Kollision mit Dampfern die PREUSSEN, im Jahre 1913 die PANGANI und die PITLOCHRY verloren. Zusammenstöße erleiden die PISAGUA, PARMA und die PASSAT.
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1913
Im Jahre 1913 ist die Reederei F. Laeisz die größte Privatreederei Hamburgs - alle 18 Schiffe sind Tiefwassersegler. Es befindet sich noch kein einziger Dampfer in der Flotte.
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1914
Die ersten beiden Bananenkühlschiffe der Reederei F. Laeisz sind im Jahre 1914 die PIONIER und PUNGO, die für Laeisz jedoch nie als Bananendampfer dienen, da bei der Fertigstellung der 1. Weltkrieg ausbricht.
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1919
Aufgrund des Versailler Vertrages müssen nahezu alle deutschen Handelsschiffe den Alliierten ausgeliefert werden, was fast auch das Aus der Reederei F. Laeisz bedeutet hätte. Lediglich der Umstand, dass sich die meisten der auszuliefernden Segelschiffe in Chile befinden, rettet die Reederei. Denn es ist möglich die Segelschiffe für die Überführungsreise auf eigene Rechnung mit dem in Europa dringend benötigten Salpeter zu beladen. Die Salpeterfrachten bringen phantastische Erlöse, die gepoolt werden und einen Rückkauf der meisten Segelschiffe von den Alliierten ermöglichen. Die Organisation übernimmt das Deutsche Segelkontor.
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1924
Paul Ganssauge, einer der von Carl Laeisz eingesetzten Prokuristen wird Partner von F. Laeisz. Paul Gaussage war massgeblich am Erfolg des Deutschen Segelkontors beteiligt.
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1926
Der letzte Fracht-Rahsegler der Weltgeschichte, SS PADUA (heutige Kruzenstern), läuft 1926 vom Stapel. Damit gehören der Reederei F. Laeisz während ihrer knapp 100-jährigen Geschichte insgesamt 86 Segelschiffe an, von denen 66 Segelschiffe den Anfangsbuchstaben "P" tragen. Besonders bekannt sind PASSAT (liegt heute in Lübeck und wird als Ausbildungszentrum genutzt), PEKING (jetzt Museumsschiff auf dem East River von New York), SS POTOSI (wurde 1922 durch einen Brand zerstört) sowie SS PREUSSEN (Kollision im Englischen Kanal im Jahre 1910).
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Fünfmastvollschiff "Preussen"




Die "Peking" in New York 
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